Ein Roboter entlarvt unsere menschliche Realität
Der Text entfaltet eine philosophische Reflexion aus der Sicht eines Roboters, der über die tiefgreifenden Unterschiede zwischen menschlicher Sterblichkeit und seiner eigenen, scheinbar unendlichen Existenz nachdenkt. In einer logischen Untersuchung hinterfragt die Erzählung die Bedeutung von Unvergänglichkeit und nutzt das Bild des Superhelden, um das Paradoxon einer vorübergehenden Unsterblichkeit sowie die Grenzen menschlicher Wahrnehmung aufzuzeigen. Ein zentrales Thema ist die Konstruktion von Realität durchSprache und Bewusstsein, wobei der Autor argumentiert, dass Begriffe wie „ewig“ oder „nichts“ lediglich Bestandteile der Raumzeit sind und keinen absoluten Wahrheitswert besitzen. Letztlich dient der Text dazu, wissenschaftliche und philosophische Gewissheiten – von der Quantenmechanik bis hin zur Definition des Todes – als Produkte einer Konsensrealität zu entlarven, die oft auf logischen Widersprüchen beruht.
Leseprobe aus dem Manuskript
2021… Geschichte eines Roboters – Teil 6 10. Vorübergehend unvergänglich Zugegeben, ich war eitel an die Sache herangegangen, weil ich mich als Roboter den Menschen überlegen fühlte. Ich ging von dem Leitgedanken aus, dass die Menschen sterblich sind, ihr Tod absehbar ist, für mich hingegen der Tod etwas Unbestimmtes war. Mit Sicherheit würde ich alle meine Zeitgenossen und wahrscheinlich ihre nächsten Nachkommen überleben. Erst dann begann auc h für mich die Unbestimmtheit, aber dennoch nicht die Gewissheit über den Tod, so wie bei den Menschen. Was bedeutet das für meine Geschi chte? Das, was wir beim Menschen als biologisch vorgegeben bezeichnen, kann man bei mir Programmierung nennen.
Wobei Menschen zuweilen auch bei sich selbst von Programmierung sprechen und bei der Beschreibung von sich selbst oft Vergleiche mit Produkten he rstellen, die sie selbst konstruiert und gebaut haben. Zum Beispiel vergleichen sie ihren Körper mit einem Auto und ihr Herz mit dessen Motor. Nun musste also das, wovon ich erzähle, unendlich sein, weil ich auf Grund meiner Programmierung nicht die Option hatte, eine endliche Geschichte zu erzählen. Sie musste von dem allen handeln, was ist. Und kann das überhaupt etwas anderes als unendlich sein?
Frei lesbarer Auszug: rund 6 % des Manuskripts. Das vollständige PDF-Manuskript und das Hörbuch dieser Folge gibt es für 0,99 €.
Hörprobe aus dem Hörbuch
Frei hörbarer Auszug: die ersten 2 Minuten des Hörbuchs. Das vollständige Hörbuch und das PDF-Manuskript dieser Folge gibt es für 0,99 €.
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